FCB-NEWS
Die FCB-NEWS-Story (Kurzform)
Am 28.10.1975 startete Walter Ritter mit der Herausgabe einer wöchentlich erscheinenden Vereinszeitung, den damaligen F.C.B. NACHRICHTEN und wenig später FCB-NEWS. Die erste Nummer umfasste ganze vier Seiten zum Kaufpreis von 50 Rappen.
Nach und nach konnte Walter Ritter seine Redaktion ausbauen. Hans Simon stieg ein und blieb bis zum Schluss mit dabei. Jeden Montagabend waren 4-8 Mitarbeiter unentgeltlich während etwa vier Stunden mit der Herstellung der jeweiligen Ausgabe beschäftigt. Beschlossen wurden die Redaktionssitzungen traditionsgemäss mit einem Jass, bevor Walter Ritter und Hans Simon nach der Polizeistunde noch zum «Nachtexpress» starteten und den Bubendörfer Abonennten die FCB-NEWS in den Briefkasten steckten. Auch das war eine Sparmassnahme, denn in den Anfangsjahren wurde die FCB-NEWS bei der Post nicht als Zeitung akzeptiert und konnte deshalb nicht von den günstigeren Tarifen profitieren. Einziger Lohn für das Redaktionsteam war das alljährliche, von Richi Zbinden gestiftete Nachtessen.
Aus der reinen Vereinszeitung entwickelte sich mit der Zeit ein in der Region Nordwestschweiz viel beachtetes und geschätztes Fussballorgan. Die Auflage konnte auf gegen 800 Abonnemente gesteigert werden. Herzstück bildete dabei die Berichterstattung über den 3.-Liga-Meisterschaftsbetrieb sowie der Resultatdienst mit aktuellen Ranglisten für die unteren Ligen, der in den regionalen Medien lange Zeit stiefmütterlich behandelt wurde.
Dieser Ausbau erforderte auch in technischer Hinsicht Investitionen: Installation eines eigenen Telefonanschlusses mit Anrufbeantworter, damit die 3.-Liga-Telegrarnme übermittelt werden konnten. Von der Kugelkopfschreibmaschine wechselte man zum Schreibautornaten und später zum Computer. Für den Ranglistendienst entwickelte ein Programmierer ein massgeschneidertes Programm, wie es damals noch keine Tageszeitung besass.
Mit der gesteigerten Auflage musste natürlich auch das Sortieren und Bündeln der Ausgaben perfektioniert werden. Eine Sortiermaschine und etliche fleissige Hände übernahmen diesen nicht unwichtigen Teil der Produktion. In der Zwischenzeit verliefen die Verhandlungen mit der Post erfolgreich. Die FCB-NEWS wurden als Zeitung akzeptiert, was die Versandkosten massiv senkte und den damaligen Bubendörfer Posthalter Willi Scheidegger mit sichtlichem Stolz erfüllte. Allerdings brachte das auch einen Mehraufwand. Die Ausgaben mussten postgerecht nach Postleitstellen gebündelt werden.
Unterbrochen wurde die oft hektische Arbeit vom obligaten Nachtessen (Partyservice Metzgerei Tschudin), nebst dem alljährlichen Redaktionsessen der einzige «Lohn» für die vielen Helfer.
Mit diesem Titelblatt erschien am 16.06.1993 die letzte Ausgabe der FCB-NEWS. Es heisst bekanntlich so schön, man solle auf dem Höhepunkt aufhören. Dies mag zwar für die FCB-NEWS zutreffen, die Gründe für das Ende waren aber andere. Chefredaktor Walter Ritter stand in beruflicher Hinsicht vor einer ganz speziellen Herausforderung: Er wagte mit zwei Arbeitskollegen den Sprung in die Selbstständigkeit. Darum war es ihm nicht mehr möglich, den bisherigen Aufwand weiter zu betreiben.
Zudem baute insbesondere die Basler Zeitung ihre Berichterstattung im regionalen Fussball aus und brachte bereits am Montag Matchtelegramme der 3.-Liga-Spiele und am Dienstag die Resultate der restlichen unteren Ligen. Dadurch verlor die FCB-NEWS eindeutig an Attraktivität. Der Entscheid zum Aufhören entsprach also durchaus einer gewissen Logik. Zurück bleiben viele schöne Erinnerungen an unzählige tolle und bereichernde Begegnungen mit engagierten Fussballkollegen. Und natürlich auch ein wenig Stolz über die Entwicklung in diesen 18 arbeitsreichen Jahren.